deutschenglishfrançaise
AA+A++

Torpfosten des ehemaligen Finanzamtes

An dieser Stelle stand ein Gebäude, das von 1895 bis 1986 als königlich-bayerisches Rentamt beziehungsweise in dessen Rechtsnachfolge als Finanzamt diente.

In diesem Gebäude wurde am 04.April 1883 Siegfried von Leth, Sohn des königlich-bayerischen Rentamtmanns Hugo von Leth und dessen Ehefrau Anna Bering, geboren.
Siegfried von Leth studierte an der Karlsruher Akademie. Einer seiner Lehrer war damals Professor Heinrich von Zügel, der Begründer der Wörther Malerschule. In Dachau, in der unmittelbaren Nachbarschaft von München, wo von Leth seinen Militärdienst absolvierte, richtete er seine eigene Malerschule ein. Am 05. Oktober 1914 ist er bei Arras gefallen.
„Ernstes Naturstudium und freies Gestalten aus dem lebendig Erlauschten bestimmen sein leider nur kurzes künstlerisches Schaffen“ hieß es in einem Nachruf. Und in einer Festschrift wird „sein gemäßigter Impressionismus und das zarte Farbenspiel des Haueisen-Schülers“ gerühmt. Von Leth wird in dieser Schrift als ein „gottbegnadeter Künstler“ bezeichnet. Den Ratsaal im Rathaus ziert ein Selbstbildnis von „Kandels großem Sohn“ wie Siegfried von Leth anlässlich einer Ausstellung seiner Bilder in seinem Geburtsort 1927 genannt wurde.