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Ludwig-Riedinger-Grundschule

Erbaut in den Jahren 1845/1847 nach Plänen von Ferdinand Jodl von der Bayerischen Staatsregierung, später mehrfach erweitert.
Der Brunnen an der Schauseite des Gebäudes wurde 1910 von Bürgermeister Otto Just gestiftet. 

In seinem 1857 erschienen Buch „Die Pfalz und die Pfälzer“ bezeichnet August Becker die Kandeler Schule als „einen wahren Palast an Größe“. Gebaut wurde die Schule von dem Kandeler Baumeister Ludwig Riedinger, dessen Vater wenige Jahre vorher das Schiff der St.Georgskirche errichtet hatt. Ludwig Riedinger baute die Schule, die ursprünglich mit rotem pfälzischen Sandstein errichtet werden sollte, aufgrund einer mündlichen Zusage des Gemeinderates mit wesentlich teueren weißen Sandsteinen. Der Gemeinderat hielt seine Zusage jedoch nicht ein und Riedinger, der den Bau vorfinanziert hatte, musste daher die Mehrkosten selbst übernehmen. Obwohl eine Mehrheit der Kandeler Haushaltsvorstände eine Begehren Riedingers auf Zahlung mit ihrer Unterschrift unterstützten, lenkte der Gemeinderat nicht ein. Riedinger, dessen Vermögensverhältnisse durch diesen Vorfall zerrüttet waren, sah sich daher gezwungen, 1849 mit seiner Familie nach Amerika auszuwandern.

Seit dem Jahre 1996 nennt sich die Schule nach ihrem Erbauer „Ludwig-Riedinger–Grundschule“.