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Große Bienwaldtour

Im äußersten Süden der Pfalz gelegen lädt der zauberhafte Bienwald mit seinen leise dahinplätschernden Bächen und den knorrigen alten Eichen zu entdeckungsreichen Wandertouren ein. Die angrenzenden Bachniederungen mit ihren blütenreichen Wiesen und Weiden sind Zeugen einer jahrhundertealten Kulturlandschaft. In lauen Sommernächten ertönt dort der selten gewordene Ruf der Laubfrösche, an sonnigen Sommertagen begegnen einem das Schwarzkehlchen und zahlreiche Schmetterlingsarten.

Auf verschlungenen Pfaden, durch unberührte Auenwälder, vorbei an historischen Stätten mitten durch den Bienwald bis zur elsässischen Grenze ist die große Bienwaldtour ein ideales Erlebnis für alle geübten Wanderer und Kulturliebhaber! Vom Bahnhof Kandel folgen Sie der Ausschilderung „Abenteuerpark“. Für Abenteurer und Freunde luftiger Höhen lohnt sich hier ein Abstecher in den FunForest-Kletterpark. Bei aufregenden Klettertouren durch die schattigen Baumwipfel, auf verschiedenen Parcours, über schmale Wackelbrücken und Seilrutschen lässt der belebende Duft des Bienwaldes all Ihre Sinne erwachen! Folgen Sie ab dem Abenteuerpark dem Naturfreunde-Logo, vorbei am Naturfreundehaus in südliche Richtung und überqueren dann die Kreisstraße.

Nach ca. 500 m verlassen Sie den ausgebauten Weg und folgen auf dem Waldweg der Markierung „grüner Balken“ bis zum Gutenbrunnen. Ein kurzer Abstecher (ca. 300m) zum Heilbrunnen ist allemal lohnenswert (bitte Schilder vor Ort beachten). Es wird vermutet, dass die Quellen bereits zu römischen Zeiten bekannt gewesen sind. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts stellte Apotheker Wend aus Kandel eine gesundheitsfördernde Wirkung des Wassers fest. Das pyramidenförmige Denkmal wurde in den Revolutionskriegen 1793 von General Wurmser errichtet. Seine Offiziere fanden an den Quellen Zuflucht und Heilung ihrer schweren Verletzungen.

In unmittelbarer Nähe befindet sich auch die Lourdes-Grotte. Im Kriegsjahr 1944 verletzte sich Bernhard Brossart schwer und konnte nur durch das schnelle Eingreifen seines Freundes gerettet werden. Als Dank wurde eine Lourdes Grotte errichtet.

Weiter geht es entlang des mäandernden Saugrabens und des Aschbaches vorbei an der Hirschbrunnenhütte durch den sog. nassen Bienwald bis zum Weißen Kreuz, wo gemütliche Bänke den Wanderer zu einer Rast oder einem kleinen Picknick einladen. Der Sage nach sollte Förster Johann W. Alwens 1838 von Wilderern hier an einer Eiche aufgeknüpft werden. Als Dank für seine Freilassung schnitt er ein Kreuz in die Rinde des Eichenstammes. Sein Nachfolger ließ aus ihrem Holz das Weiße Kreuz errichten.

Nach ca. 4 km gelangen Sie durch den sonnigen Buchenwald zur Bienwaldmühle. Die idyllisch gelegene Mühle lädt mit köstlichen Pfälzer Spezialitäten die müden Wanderer zum Verweilen ein. Genießen Sie in aller Stille und geben Sie sich – inmitten dieser wunderschönen Umgebung, die ganz unaufdringlich und doch unwiderstehlich ihren Flair entfaltet – der unverfälschten Aromenvielfalt der regionalen Küche hin!

Weiter geht es in nordwestliche Richtung bis zu einem Parkplatz, von wo ein Weg zur Redoute führt.

Im Bereich der Lauter befinden sich viele dieser alten französischen Befestigungsanlagen, die inmitten eines Wassergrabens errichtet wurden. So entstand 1706 ein zusammenhängendes System von Artillerieschanzen mit Schleusen (Lauterlinie), mit dessen Hilfe die Franzosen das gesamte Gebiet überfluten konnten. Ein schmaler, uriger Waldpfad führt Sie die restlichen 4,5 km bis zum Bahnhaltepunkt Kapsweyer, von wo Sie stündlich mit der Bahn mit Umstieg in Winden in knapp 20 Minuten zurück nach Kandel gelangen.

Streckeninfo:

Länge: ca. 24 km
Start/Ziel:  Bahnhof Kandel
ÖPNV: Züge stündlich ab Bahnhaltepunkt Kapsweyer Umsteigen Winden


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